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Heileurythmie > Alles zur Heileurythmie
III
Entstehung und Entwicklung der Heileurythmie
Schon zu Beginn der Entwicklung der Kunsteurythmie ab 1912 wurde deren therapeutisches Potenzial sichtbar und wirkte sich unmittelbar auf die Namensnennung aus: "Eu" entstammt dem Griechischen und meint schön oder gut, "Rhythmus" spricht für sich. Die Eurythmie wird somit meist übersetzt mit "schöne Bewegung" oder "guter Rhythmus". In den darauffolgenden Jahren gab Rudolf Steiner immer wieder Anweisungen, mit welcher Übung man bestimmte Dispositionen angehen kann. Eine systematische Darstellung der Heileurythmie erfolgte 1921 vor Ärzten und Eurythmisten. In den Jahren darauf erwies sich die Heileurythmie auf den verschiedensten medizinischen Gebieten als wirksam und wird seither nach wie vor von Ärzten und Heileurythmisten ausgebaut und weiter entwickelt.
Heute sind weltweit ca. 2000 Heileurythmisten in 35 Ländern in den verschiedensten Bereichen tätig: in Kliniken, Schulen, Kindergärten, freien Praxen, Reha-Zentren, Altenheimen und in heilpädagogischen Einrichtungen.
Der Ausbildungsgang umfaßt heute das 4-jährige Basisstudium der Eurythmie, an das meist noch eine einjährige pädagogische Ausbildung angeschlossen wird. 3 Jahre Berufserfahrung mit der Eurythmie gelten als Voraussetzung für das Heileurythmiestudium, das weitere 1 ½ Jahre dauert. Die Ausbildungen waren im deutschsprachigen Raum bislang weitgehend in privater Hand und wurden von der Medizinischen Sektion am Goetheanum in Dornach zertifiziert. Seit wenigen Jahren gibt es an der Alanus Hochschule in Alfter bei Bonn die Möglichkeit eines Masterstudienganges zur Heileurythmie.